Im Aussendienst: Der Lernende im Anzug

Ich bin es gewohnt, in normaler Freizeitkleidung arbeiten zu gehen, doch im Aussendienst ist alles anders. Plötzlich war ein Anzug angesagt und nicht mehr Jeans und Sweatshirt. Eine Umstellung, auf die ich mich gefreut habe.

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Es war der erste Tag als Lernender im Aussendienst-, und ich freute mich darauf. Im  Aussendienst war vieles anders als ich es gewohnt war: zum Beispiel sitzt man nicht mehr den ganzen Tag, nein jetzt gingen wir zu Fuss zu den Kunden. Ich wurde vom Team herzlich empfangen und fühlte mich, in einer für mich fremden Welt, wohl. Nach der Instruktion ging ich mit einem erst neu begonnen Aussendienstler mit. Nach den ersten zwei, drei Kunden war mir schnell klar, dass die Kunden sehr launisch sein können. Ein paar Kunden wollten gar nichts und sagten strickt nein, andere hingegen waren interessiert, dann gab es noch die Unsicheren die sich nie getrauten, nein zu sagen und es immer auf ein anderes Mal verschoben. Es war spannend und ab und zu auch amüsant, das zu sehen.

Die erste Hälfte meiner zwei Wochen im Aussendienst waren wir im Tösstall und mein neuerJob als Aussendienstler gefiel mir sehr. Der Unterschied zwischen erfahrenen Aussendienstlern und nicht so erfahrenen war sehr gross. Da ich mit allen einmal einen Tag verbringen konnte, merkte ich die verschiedenen „Taktiken“. Die eine Sorte geht mehr offensiv ins Gespräch, die Anderen getrauen sich fast gar nichts. Jeder Aussendienstler gab mir noch mal andere Tipps und jeder kritisiert anderes Vorgehen, was jetzt richtig war wusste ich am Ende gar nicht mehr so richtig.

Mit jedem Tag im Aussendienst, lernte ich es immer besser und es gefiel mir immer immer mehr. Das Highlight vom Aussendienst für mich aber war ganz klar, als ich an einem Gespräch aktiv teilhaben konnte. Der Kunde war etwas älter und interessierte sich für eine Webseite und da er auf seiner alten Site Sprachmemos hatte, erklärte ich ihm YouTube, wo er seine neuen Sprachmemos einfachhinterlegen kann. Der Kunde sprang sofort darauf an und war zufrieden und unterzeichnete am Schluss einen Vertrag. Dass ich zu diesem „kleinen“ Erfolg etwas beitragen konnte, machte mich stolz. Marc, mit dem ich am Freitag der ersten Woche unterwegs war, liess mich dann später für ihn Anrufe tätigen. Leider hatten ich bei allen dreien keinen Erfolg, aber es machte mir trotzdem Spass mit Kunden Kontakt zu haben und aktiv zu sein.

Die Zeit im Aussendienst hat mir sehr gefallen und der Job als Aussendienstler könnte ich mir selber auch vorstellen, allerdings sind es bis zu meinem Abschluss noch mindestens drei Jahre, in denen sich noch viel ändern kann. Und so freue ich mich, bis dahin wieder in meinen gewohnten Kleidern ins Büro zu gehen, jedoch vermisse ich diese Zeit im Aussendienst auch schon ein wenig.

 

Bild: thebarrowboy bei Flickr.com (CC BY 2.0)

Autor: Fabian Lüthi

Fabian war einer der drei Lernenden, die bei local.ch eine Ausbildung genossen haben. Der Sportsmann spielt seit seinem 9. Lebensjahr beim FC Dielsdorf Fussball und mag Musik.

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Veröffentlicht: 26. Februar 2014